Hayy Ibn Yaqdhan: Ein muslimischer Inselroman


 
Erkenntnisse, zu denen man gelangen kann, wenn man alleine auf einer verlassenen Insel hockt ...
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Hayy Ibn Yaqdhan: Ein muslimischer Inselroman (Gebundene Ausgabe) HAYY IBN YAQDHAN

Ibn Tufail's (12. Jahrhundert) Roman ist ein typischer Entwicklungsroman. Auf circa 100 Seiten wird uns von der Zentralfigur (Hayy Ibn Yaqdhan) des Roman's berichtet: detailliert werden uns Erfahrungen und Ereignisse aus seinem Leben geschildert und wir können miterleben, wie seine Persönlichkeit reift und er sich entwickelt.
In diesem Buch finden sich nicht nur schöne Kalligraphien, sondern auch im Anhang erläuternde Worte, detaillierte Quellenangaben und ein interessantes Nachwort.
Inhalt: Der Protagonist wächst, als einziger seiner Art, auf einer Insel, die von Meer umgeben eine Art Festung bildet, auf. Von seiner Mutter ausgesetzt, erbarmt sich eine Gazelle seiner und gibt dem Säugling ihre Milch. Alles läuft sehr idyllisch und reibungslos, bis zu dem Tag, an dem die Gazelle stirbt. Nun ist er auf sich alleine gestellt. Fertigkeiten, wie die Nahrungssuche, der Höhlenbau und der Umgang mit Feuer, eröffnen sich ihm auf eine spielerisch entdeckerische Art und Weise. Da Hayy Ibn Yaqdhan nunmal niemanden seiner Art hat, gibt er sich seinen Gedanken hin: ua beschäftig ihn die Frage, wohin Lebewesen gehen, wenn sie sterben bzw. was mit ihnen geschieht. Er beobachtet alles und jeden, und kommt schließlich zu der Erkenntnis, dass es für alles einen Urheber geben muss; jemanden der sozusagen die Fäden in der Hand hält. Als er schließlich mit ca. 50 Jahren das erste Mal Kontakt mit anderen Menschen hat, erkennt er, dass diese Antworten auf seine Fragen bezüglich dieses Urhebers haben, und dass die seiner "Weltanschauung" zueinstimmen bzw. diese teilen, obwohl diese einem Propheten folgen, während es für Hayy Ibn Yaqdhan eine Selbstverständlichkeit, die ihren Ausgangspunkt in einer naturgegebenen Fähigkeit, an Gott zu glauben bzw. seine Taten und Werke erkennen zu können und diese zu würdigen, war. Das Ergebnis beider Vorgehensweisen (a, einem Propheten sein Ohr zu schenken und b, durch ausführliches Insichkehren) ist: der Glaube an Gott.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 23. Januar 2008
Kundenrezensionen:
2. Erkenntnisse, zu denen man gelangen kann, wenn man alleine auf einer verlassenen Insel hockt ... (die aktuell angezeigte Rezension)
1. Philosophie zum Lesen, sehr empfehlenswert
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